Eis, Schnee und Minusgrade erhöhen das Unfallrisiko. Erfahre hier, wie Unternehmen Beschäftigte schützen und Wintergefahren wirksam vorbeugen.

Ein scheinbar harmloser Schritt auf vereistem Boden genügt und aus dem Arbeitsweg oder einer kurzen Tätigkeit im Außenbereich wird innerhalb von Sekunden ein Arbeitsunfall. Gerade Glatteis wird häufig erst bemerkt, wenn es bereits zu spät ist.Mit sinkenden Temperaturen steigen deshalb auch die Anforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz. Schnee, Eis und Nässe erhöhen das Risiko für Sturzunfälle – insbesondere auf Verkehrswegen, Parkplätzen oder beim Be- und Entladen von Fahrzeugen. Arbeitgeber sind verpflichtet, diese winterbedingten Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen.[1]
Wer Winterrisiken systematisch berücksichtigt, schützt nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten, sondern reduziert auch Ausfallzeiten und Betriebsstörungen.
Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle zählen zu den häufigsten Arbeitsunfällen in Deutschland und machen rund 25 % aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle aus.[2]
In den Wintermonaten steigt das Unfallrisiko zusätzlich: Laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV) wurden in einer Wintersaison über 11.800 meldepflichtige Wege- und Arbeitsunfälle durch Schnee, Eis und Glätte registriert.[3]
Gleichzeitig können Kälte, Wind und Nässe die Beweglichkeit, Konzentration und körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und so das Verletzungsrisiko erhöhen.[4]
Unternehmen sind daher gefordert, winterbedingte Gefährdungen frühzeitig zu berücksichtigen und geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen.[1][5]
Dazu gehören ein gut organisierter Winterdienst, sichere und ausreichend beleuchtete Verkehrswege, geeignete Winterkleidung sowie die regelmäßige Unterweisung der Beschäftigten.[4]
Wer Winterrisiken systematisch in den Arbeitsschutz integriert, schützt nicht nur die Gesundheit seiner Beschäftigten, sondern trägt auch zu einem sicheren und reibungslosen Betriebsablauf während der kalten Jahreszeit bei.
Niedrige Temperaturen beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die körperliche Leistungsfähigkeit. Kalte Muskeln und Gelenke reagieren langsamer und sind anfälliger für Zerrungen oder andere Verletzungen. Gleichzeitig können Wind, Nässe und Kälte die Beweglichkeit, Feinmotorik und Konzentration einschränken.[4]
Geeignete Winterkleidung, regelmäßige Aufwärmphasen und warme Getränke helfen dabei, den Körper vor Auskühlung zu schützen und das Unfallrisiko zu verringern. Insbesondere bei längeren Arbeiten im Freien sollten ausreichend Erholungsphasen eingeplant werden.
Vereiste Wege, verschneite Zufahrten und schlechte Sichtverhältnisse gehören im Winter zu den häufigsten Unfallursachen im Außenbereich. Deshalb sollten Unternehmen ihre Verkehrswege regelmäßig kontrollieren und rechtzeitig winterfest machen.[4]
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:
Eine gute Organisation des Winterdienstes trägt dazu bei, Risiken frühzeitig zu erkennen und Unfälle wirksam zu vermeiden.
Nicht nur Unternehmen, sondern auch Beschäftigte können einen wichtigen Beitrag zur Unfallprävention leisten. Rutschfestes Schuhwerk, wettergerechte Kleidung und ein angepasstes Verhalten auf glatten oder verschneiten Wegen helfen dabei, Stürze zu vermeiden. Werden vereiste oder gefährliche Bereiche frühzeitig gemeldet, können geeignete Maßnahmen schnell umgesetzt werden.
Arbeitgeber sind verpflichtet, Arbeitsplätze und Verkehrswege so zu gestalten und instand zu halten, dass Beschäftigte sicher arbeiten können.[1][5]
Winterbedingte Gefährdungen sollten deshalb im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Dazu gehört unter anderem, den Winterdienst rechtzeitig zu organisieren und Verantwortlichkeiten für die Kontrolle von Außenanlagen festzulegen.
Nutzen Sie die Wintermonate, um Ihre Schutzmaßnahmen regelmäßig zu überprüfen:
✔ Winterdienst rechtzeitig organisieren und Verantwortlichkeiten festlegen
✔ Gehwege, Zufahrten und Außenanlagen regelmäßig auf Schnee und Eis kontrollieren
✔ Geeignete Streu- und Räummittel bereitstellen
✔ Verkehrswege ausreichend beleuchten und Gefahrenstellen kennzeichnen
✔ Beschäftigte zu winterbedingten Gefährdungen unterweisen
✔ Geeignete Winterkleidung und rutschfestes Schuhwerk bereitstellen
✔ Ausreichend Aufwärm- und Erholungspausen bei Arbeiten im Freien einplanen
Winterliche Witterungsbedingungen erhöhen das Unfallrisiko, müssen jedoch nicht zwangsläufig zu Unfällen führen. Mit einer vorausschauenden Planung, sicheren Verkehrswegen und geeigneten Schutzmaßnahmen können Unternehmen ihre Beschäftigten wirksam schützen. Wer winterbedingte Gefährdungen frühzeitig berücksichtigt und den Winterdienst sowie die Unterweisung der Beschäftigten fest in die betriebliche Organisation integriert, schafft die Grundlage für einen sicheren Arbeitsalltag – auch bei Eis und Kälte.
[1] Bundesministerium der Justiz. (o. J.). Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG).https://www.gesetze-im-internet.de/arbschg/
[2] Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. (o. J.). Sturz, Ausrutschen, Stolpern, Umknicken.
https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung/Gefaehrdungsbeurteilung/Handbuch-Gefaehrdungsbeurteilung/Expertenwissen/Mechanische-Gefaehrdungen/Sturz-Ausrutschen-Stolpern-Umknicken/Sturz-Ausrutschen-Stolpern-Umknicken_dossier
[3] Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. (2025). Sicher zur Arbeit bei Eis und Glätte. https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/sichtbarkeit-im-winter.jsp
[4] Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft. (2022). Arbeiten bei Kälte. https://www.bgbau.de/fileadmin/Medien-Objekte/Medien/Zeitschrift/Beileger_Kompetenzzentrum_04_2022_Arbeiten_bei_K%C3%A4lte.pdf
[5] Bundesministerium der Justiz. (o. J.). Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV).
https://www.gesetze-im-internet.de/arbst_ttv_2004/BJNR217910004.html
*Die Inhalte dieses Beitrages wurden mit Hilfe von KI erstellt*
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Christopher Korzin
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